Projektüberblick
Zukunft bauen heißt Energie neu denken
Am Standort Krones in Neutraubling entsteht derzeit ein repräsentatives neues Kongresszentrum, das künftig zentrale Funktionen des Unternehmens unter einem Dach vereint. Auf einer Bruttogeschossfläche von rund 8.600 m² werden moderne Arbeits-, Begegnungs- und Aufenthaltsbereiche geschaffen.
Das Gebäude vereint künftig:
- Werkspforte
- Kundenzentrum
- Gäste-Casino
- Mitarbeiterkantine
Als Teil des Planungsteams verantwortet Stadler Engineering die Planung der technischen Gebäudeausrüstung und begleitet die Umsetzung einer zukunftsorientierten und energieeffizienten Gebäudetechnik.
Die enge Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten sowie die frühzeitige Integration der technischen Systeme bilden die Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung der ambitionierten Qualitäts- und Terminziele.

Herausforderung: Hohe Energieeffizienz bei gleichzeitigem Heiz- und Kühlbedarf
Moderne Gebäude müssen heute weit mehr leisten als die reine Bereitstellung von Wärme oder Kälte.
Gerade in Gebäuden wie Kantinen, Veranstaltungs- und Besucherzentren entstehen häufig gleichzeitig unterschiedliche Anforderungen:
- Kühlung von Küchen- und Technikbereichen
- Beheizung von Aufenthalts- und Veranstaltungsräumen
- Hohe Schwankungen in der Gebäudenutzung
- Ganzjährig wechselnde Lastprofile
Die entscheidende Frage lautet dabei:
Wie lässt sich die entstehende Energie möglichst effizient nutzen, anstatt sie ungenutzt an die Umgebung abzugeben?
Innovative Lösung: Heizen und Kühlen intelligent miteinander verbinden
Ein zentraler Baustein des Energiekonzepts sind zwei Großwärmepumpen, die künftig die Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes unterstützen.
Mit einer Kühlleistung von rund 700 kW sowie einer Heizleistung von rund 620 kW ermöglichen die Anlagen eine besonders effiziente Nutzung vorhandener Energie. Gleichzeitig sorgt die Auslegung mit einer 50-prozentigen Redundanz für hohe Betriebssicherheit.
Das Besondere dabei:
Die Anlage kann gleichzeitig Wärme und Kälte bereitstellen und beide Energieströme intelligent miteinander verknüpfen.
Während klassische Systeme überschüssige Wärme oder Kälte häufig ungenutzt an die Umwelt abgeben, nutzt das neue System die entstehenden Energieströme direkt weiter.
Beispielsweise kann:
✅ die bei der Kälteerzeugung entstehende Wärme unmittelbar dem Heizkreis zugeführt werden
✅ die bei der Wärmeerzeugung anfallende Kälte direkt für den Kühlbetrieb genutzt werden
✅ ein Großteil der eingesetzten Energie mehrfach verwendet werden
Dadurch wird die Effizienz des Gesamtsystems deutlich erhöht und der Energiebedarf nachhaltig reduziert.
Energie dort einsetzen, wo sie benötigt wird
Erst wenn mehr Wärme oder Kälte erzeugt wird als aktuell benötigt wird, erfolgt ein Ausgleich über die Umgebung.
Damit arbeitet das System nach einem ähnlichen Prinzip wie eine Wärmepumpe im Wohngebäude, jedoch in einer deutlich größeren Leistungsklasse und speziell angepasst an die Anforderungen eines modernen Unternehmensstandorts.
Besonders in Bereichen wie der Mitarbeiterkantine und den dazugehörigen Küchen entstehen häufig gleichzeitig Heiz- und Kühlbedarfe. Hier spielt das Konzept seine Stärken aus und trägt zu einer besonders wirtschaftlichen und nachhaltigen Energieversorgung bei.
Teamarbeit als Erfolgsfaktor
Nach Projekte dieser Größenordnung entstehen nur durch das Zusammenspiel vieler Beteiligter.
Unser besonderer Dank gilt daher allen Projektpartnern:
Generalplanung
- omlor-weigert architekten und generalplaner gmbH
Fachplaner
- sbi schicho ingenieure GmbH & Co. KG
- Zott Ingenieure
- Steinhofer Ingenieure GmbH
Rohbau
- Guggenberger Bau GmbH
Die partnerschaftliche Zusammenarbeit und die enge Abstimmung aller Gewerke schaffen die Grundlage für eine erfolgreiche Projektumsetzung.
Fazit
Mit dem neuen Kongresszentrum entsteht bei Krones nicht nur ein moderner Ort für Mitarbeitende, Gäste und Kunden. Gleichzeitig wird ein nachhaltiges Energiekonzept umgesetzt, das zeigt, wie moderne Gebäudetechnik heute funktionieren kann.
👉 Heizen und Kühlen werden nicht getrennt betrachtet, sondern intelligent miteinander vernetzt.
Durch die mehrfache Nutzung vorhandener Energieströme entsteht ein effizientes System, das Ressourcen schont, Betriebskosten reduziert und einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Gebäudeversorgung leistet.
Ein weiterer spannender Meilenstein dieses Projekts folgt bereits in Kürze: die Montage der Großwärmepumpen auf dem Gebäudedach. Dazu geben wir in einem separaten Beitrag spannende Einblicke hinter die Kulissen der Umsetzung.
Mehr erfahren: http://www.stadlerengineering.de
Kontakt: Gern stehen wir für Fragen und Projektanfragen zur Verfügung.